Huber mit Riesen Comeback

Oliver Huber

Der SV 1919 Arolsen punktet 8 fach in der Regionalliga West Recruvebogen und ist dem Klassenerhalt ein sehr großes Stück näher gekommen. Überraschend für die Gegner ist Oliver Huber am 3. Wettkampftag aus der Verletzungspause zurückgekehrt und ersetzte Florian Kwiatkowski in der Startformation. Gleich im 1. Match gegen den BSC Iserlohn zeigte sich das er das Team mit Jan Heimbeck, und Marc Siebert optimal verstärkt. Mit 6:0 ließ der SV den Iserlohnern keine Chancen und strich 2 Matchpunkte ein. Die folgenden Matches gegen den Tabellen dritten Barop und den Tabellenzweiten Düren gingen zwar unglücklich verloren aber dafür hielten sich die Arolser am Tabellenführer und hohen Favoriten BSG Aachen schadlos und lieferten ein bärenstarkes Match. Mit Passen von 54,58,51,54 und 56 Ringen zeigten sie den bis dahin ungeschlagenen Aachenern das mit ihnen in der Stammbesetzung immer zu rechnen ist und sicherten sich weitere 2 Matchpunkte. 

Marc Siebert, Susanne Siebert, Oliver Huber, Petra Heimbeck, Florian Kwiatkowski, Jan Heimbeck

Dann nach der Pause ging es gegen den CFB Soest. Auch in diesem Match trumpfte der SV auf und gewann mit 57, 56, 57 und 57 das Match deutlich mit 6:2. Danach das Hessenderby. Ein Vier Punkte Match um das sichere Mittelfeld oder den Abstieg.  Beiden Team war die immense Wichtigkeit des Match bewusst. Die erfahrenen Arolser ließen auch hier nichts anbrennen und waren äussert fokussiert. 59.55 59:55 und 58:54. 3 Sätze und der Bundesliga Absteiger Laufdorf musste die deutliche Überlegenheit der Arolser anerkennen und die Matchpunkte und damit wohl auch die Hoffnung auf den Klassenerhalt abliefern.

Im letzten Match des Tages gegen den HSC Hamm merkte man wieviel Konzentration und Kondition die vorigen überragenden Matches gekostet hatten. Bis zum 3:3 nach Sätzen hielt das Arolser Trio mit,. Dann gingen die nächsten beiden Sätze an Hamm und damit auch die Matchpunkte. Dennoch zeigte sich das Trainerteam Petra Heimbeck und Susanne Siebert hochzufrieden mit dem Ergebnis des Tages. 8 von 14 möglichen Punkten und ein sicherer 5 Platz in der Tabelle mit 6 Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze  lassen die Arolser beruhigt dem 4. und letzten Wettkampftag in Düren am 1. Februar entgegensehen. 

Hier findet Ihr eine Statistik Seite zur Ligasaison

Arolsen im Titelkampf

Team Oberliga Laura Kluß, Nina Häntsch, Susanne Hätnsch, Matthias Torberg

Die Oberligamannschaft des SV 1919 Arolsen startete an diesem Wochenende in die Saison. Das Team um Mannschaftsführerin Susanne Häntsch machte sich bereits früh am Morgen auf den Weg nach Schwalbach (Schöffengrund).
Mit dabei waren die Schützen Nina Häntsch, Laura Kluß und Matthias Torberg, Torberg ist ein kompletter Neuling im ligaschießen. Verzichten musste Häntsch auf die bewährten Schützen Sebastian Meier (Verletzungsbedingt) und Achim Nicolaiczek (nominiert für die Regionalliga). Die Bedingungen vor Ort waren gut, der ausrichtende Verein SpS Niederwetz hatte wie schon im letzten Jahr für das leibliche Wohl gesorgt. Unter diesen Bedingungen war das Team des SV 1919 Arolsen guter Dinge.
Das erste Match gewann der SV 1919 Arolsen2 mit den Schützen Häntsch,Häntsch und Kluß souverän 6:0 was auch dem Umstand geschuldet war das der Gegner SV Hettenhausen nicht erschienen war.
Doch dann wurde es ernst für Torberg, er wurde für Kluß in die Mannschaft eingewechselt und gab sein Liga Debüt gegen Laufdorf 3. Er war sichtlich nervös was sich aber nicht in den Ergebnissen niederschlug 6:2 wurde Laufdorf 3 besiegt.
Die nächsten beiden Matche gegen den BS GW Kassel und TV Weidenhausen 2 gewann das Team sicher 6:0, wobei Kassel in jedem Satz nur 1 bis 2 Ringe schlechter war. Gegen die die gastgebende Mannschaft der SpS Niederwetz kam Laura Kluß für Nina Häntsch zurück ins Team, die Arolser gaben den ersten Satz mit nur einem Ring unterschied ab, um das Match anschließend 6:2 zu gewinnen.
Erst im vorletzten Match des Spieltages musste sich der SV 1919 Arolsen2 gegen Herborn-Seelbach 2:6 geschlagen geben. Im letzten Match gewannen die Arolser wieder souverän 6:0. Mit diesem Sieg waren sie Tabellenführer und konnten hochmotiviert nach einer Pause in den den 2.Wettkampftag starten. In der Bogenoberliga in Hessen finden immer 2 Wettkampftage an einem Tag statt. Was die körperliche und mentale Belastung für die Schützen doch erheblich steigert.
Die Mannschaft des SV 1919 Arolsen2 startete in der Konstellation Susanne Häntsch, Nina Häntsch und Laura Kluß. Durch die gute Platzierung am 1. Spieltag, begannen die Arolser mit einem Leermatch gegen die nicht erschienenen Hettenhausenern, das Ergebnis war das erwartete 6:0.
Auch die nächsten beiden Matche gegen die SpS Niederwetz und TV Weidenhausen gewannen die Arolser souverän mit jeweils 6:0.
Im nächsten Match gegen Laufdorf 3 wurde es schwieriger, weil die Laufdorfer am 2. Spieltag ihre Leistungen deutlich steigern konnten und zu dem Susanne Häntsch mitten im Match einen technischen Defekt an ihrem Bogen hatte, welcher glücklicherweise kurzfristig durch Ihre Team Kollegen behoben werden konnte. Im Wechsel gewann  jedes Team einen Satz bis zum entscheidenden 5 Satz welchen das Team aus Arolsen mit einer 53:50 für sich entschied und das Match somit 6:4 für Arolsen ausging.
Jetzt kam Herborn-Seelbach, das einzige Team gegen das der SV 1919 Arolsen2 am 1. Spieltag verloren hatte.
Arolsen startete gut, verlor dann aber die nächsten beide Sätze. Beim Stand von 2:4 hätten die Herborner alles klar machen können verloren aber 53:55 den vorletzten Satz, somit stand es 4:4.
Im letzten Satz trennten sich die beiden Kontrahenten unentschieden was somit zu einer Punkteteilung führte.
Torberg wechselte für Kluß ins Team um die letzten beiden Matche zu bestreiten.
Der vorletzte Gegner an diesem Tag hieß Steinbach, dieser wurde mit einem klarem 6:0 besiegt.
Zum Schluss kam das Team aus Kassel welches am 2. Spieltag keine Schwächen zeigte und alle Matche gewonnen hatte. Wenn die Arolser die Tabellenspitze behalten wollten mussten sie das Team aus Kassel schlagen. Kassel gewann die ersten beiden Sätzen sehr sicher. Den 3. Satz sicherte sich der SV 1919 Arolsen2 um dann im 4. Satz trotzdem zu verlieren. 6:2 für Kassel stand es am Ende.
So sicherte sich der SV 1919 Arolsen2 den 2. Tabellenplatz.
Die Stimmung war trotzdem gut, das Team rund um Susanne Häntsch war mit der Leistung sichtlich zufrieden, zumal das Team alle Erwartungen übertroffen hatte. Der 3. und 4. Spieltag findet dann am 1.02.2020 in Kassel statt.


Trotz Verletzungspech Platz 5 gehalten

Die Hiobsbotschaft kam  3 Tage vor dem 2. Wettkampftag der Recurvebogen Regionalliga. Annika Paul wird diese Saison aufgrund einer Verletzung nicht mehr für den SV 1919 Arolsen antreten können.  Ein gebrochener Arm sorgt für den Ausfall des 2. Leistungsträgers im Team der Residenzstädter.

Dann müssen es eben die anderen 4 richten ist die trotzige Ansage von Teamchefin Petra Heimbeck auf der Fahrt nach Iserlohn. Und die verbleibenden Schützen, Florian Kwiatkowski, Jan Heimbeck, Marc Siebert und Achim Nikolaiczek zeigen auch die beabsichtigte Trotzreaktion.  Im ersten Match gegen den Tus Barop das erste Erfolgserlebnis. Ein Unentschieden mit 5:5 sorgt für den 1 Matchpunkt des Tages. Dann eine knappe Niederlage mit 4:6 gegen den RSG Düren gefolgt vom ersten Sieg des Tages gegen den gastgebenden BSC Iserlohn. Kwiatkowski, Heimbeck und Siebert kämpfen sich durch die Matches und gehen immer über die volle Distanz mit 5 Sätzen. Auch gegen die Spitzenreiter, BSG Aachen,  um die ehemaligen  Bundesligaschützen Tillmann Bremer und Claire van Dijk, hält das Arolser Trio lange mit und hat sogar beim Stand von 4:2 die Möglichkeit die Matchpunkte einzufahren. Leider geht der letzte Schuss von Marc Siebert nur in die 8 und die Chance ist vertan. Mit 56 zu 55 kann Aachen ausgleichen und lässt mit der folgenden 57er Passe gegen 54 der Arolser keinen Zweifel wer um den Aufstieg spielt und wer nicht.

3 Punkte nach 4 Matches ist eine sehr gut Ausgangssituation zur Pause. Danach geht es gegen den CFB Soest. Das Tabellenschlusslicht macht es den Arolsern sehr schwer die nächsten Punkte zu gewinnen. Beim Stand von 5:3 für Arolsen reicht den Residenzstädtern ein Unentschieden im letzten Satz um das Match zu gewinnen. Und diesmal klappt es mit dem Machtball. Das 55:55 im letzten Satz lässt das Team jubeln. 2 weitere Punkte für den SV.

Hessenderby Arolsen Florian Kwiatkowski, Marc Siebert, Jan Heimbeck , Laufdorf Thilo Koch, Markus Hillebrecht, Julian Döpp

Hessenderby heißt es nun.  Arolsen gegen den Bundesligaabsteiger BSC Laufdorf. Arolsen legt mit 55:54 vor, Laufdorf gleicht mit 58:55 aus und geht mit dem nächsten Satz mit 56:54 auch noch mit 4:2 in Führung. 2 Match Sätze für den BSC.  Aber Kwiatkowski, Heimbeck und Siebert geben nicht auf. Mit eine super 59er Passe gegen 58 von Laufdorf schaffen sie den Ausgleich. Nun kommt es auf den entscheidenden 5. Satz an. Wer hat die besseren Nerven? Der Vorteil liegt nach dem für den BSC enttäuschenden Ausgang des vorigen Satzes eindeutig bei Arolsen. Die 3 Arolser gehen ganz ruhig in den Satz. Kwiatkowski legt 10 und 9 vor. Heimbeck 10 und 9 nach und Marc Siebert schafft es mit seiner ganzen Routine auch eine 10 und 9 zu erzielen. 57 Ringe reichen gegen die 53 aus Laufdorf. Die Arolser gewinnen das hochklassige Derby und streichen die 2 Matchpunkte ein.

Wie so oft ist nach einen großen Erfolg danach die Luft raus. So auch hier. Alle Matches über 5 Sätze fordern nun ihren Tribut. Und gegen den HSC Hamm sind die letzten Körner verbraucht. Mit 0:6 schließt der Wettkampftag für den SV ab.  

7 von 14 möglichen Punkten, mit dem ersatzgeschwächten Team, ist eine tolle Ausbeute. Der SV hält in der Tabelle den 5 Rang. Mit 13 :15 Punkten sind es nur 2 Punkte Rückstand auf Rang 3, aber auch nur 2 Punkte Vorsprung auf den 7. und ersten Abstiegsplatz. Das verspricht im Januar in Hamm und Februar in Düren super spannende Wettkampftage freut sich das Team auf die Herausforderung.

Durchwachsener Start in die Saison mit Happy End

Erwartet stark hat sich die Regionalliga West Recurvebogen am 1. Wettkampftag gezeigt. Mit dem neuformierten Team startete der SV Arolsen nervös in die Konkurrenz und verbucht am Ende mit 6 Punkten den 5. Tabellenplatz.

Bereits im ersten Match des Tages gegen die RSG Düren zeichnete sich ab dass die Residenzstädter noch nicht als Team gefestigt sind. In der Besetzung Annika Paul, Jan Heimbeck und Marc Siebert schickte Coach Petra Heimbeck ihr vermeintlich stärkstes Trio in das Duell. Und die 3 machten Ihre Sache zu Beginn gut. 2:0 und 4:2 waren die Zwischenstände bevor der Faden verloren ging und Düren das Match mit 2 starken Passen zum Schluss dreht. Mit 4:6 ging das Auftaktmatch an die RSG.  Die 2. Begegnung hatte denselben Verlauf 2 x führten die Arolser gegen den Tus Barop bevor die Dortmunder zum 4:4 ausglichen. Der letzte Satz musste entscheiden und diesmal behielt der SV die Oberhand und verbuchte mit einer starken 55er Passe zum Schluss und 6:4 die ersten beiden Matchpunkte des Tages.  

Dann kam das Match gegen Iserlohn. Unerfindlich verlor das Residenzstädter Trio die Konzentration und Technik und  leistete sich gleich 3 schwache Sätze. Ein glattes 0:6 war das Resultat. Das 2. verlorene Match führte Coach Petra Heimbeck in die Zwickmühle.  Ein Zeichen musste gesetzt werden und ein Austausch her. Annika Paul wurde ausgewechselt. Wer sollte reinkommen?  Achim Nikolaiczek der mit seiner Erfahrung dem Team hätte helfen können, aber aufgrund einer Materialumstellung nicht in Top Verfassung war, oder der ligaunerfahrene Junioren Schütze Florian Kwiatkowski, der auf der Einschießscheibe gute Leistungen gezeigt hatte.  Heimbeck entschied sich für das Risiko und brachte Kwiatkowski. Zumal es nun gegen den hohen Favoriten Aachen um die ehemaligen Bundesligaschützen Tillman Bremer und Claire van Dijk ging. Kwiatkowski  begann nervös aber wurde von Satz zu Satz ruhiger und besser. Dennoch  reichte es in diesem Match noch nicht ganz für Punkte. Mit 2:6 aber sehr guten Passen mit 54, 56, 58 und 54 Ringen verlor der SV das Match, ging aber nun mit Zuversicht in die kommenden Begegnungen.

Platz 5

Dennoch reichte es auch im folgenden Match Vorjahresmeister HSC Hamm nur zu einer wieder knappen 4:6 Niederlage. Ganze 2 Punkte hatte der SV aus 5 Matches geholt. Der Fehlstart zeichnete sich ab, da es nun gegen den Bundeligaabsteiger BSC Laufdorf ging. Wenn du keine Chance hast nutze sie war die Ansage des Coach. Unbekümmert folgte das stärkste Match der Arolser des Tages. 57, 57 und 54 Ringe ließen Laufdorf keine Chance und der SV gewann mit 6:0 Punkten. Zunehmend sicher agierte das Arolser Trio Kwiatkowski, Heimbeck und Siebert nun. Soest stand als letztes Match auf dem Zettel. Und es klappte nun alles. Glatt mit 6:2 gingen die Punkte an den SV der mit den letzten 2 Matches den Tag doch noch zu einem guten Ende brachte. 6 Punkte und Rang 5 sind eine Top Ausgangsposition für die kommenden Wettkämpfe waren sich alle einig und freuten sich über das Happy End.  In 3 Wochen in Iserlohn werden wir die vorderen Tabellenplätze angreifen nahmen sich alle Teammitglieder vor

Annika Paul gewinnt das Summer Tournament 2019

Das hatte sie nicht erwartet. Beim ersten Start im Summer Tournament gewinnt Annika Paul gleich die Recurve Damen Konkurrenz.

Annika in der Fnalarena

Aber lassen wir doch die Schüztzin selber erzählen wie es war.:

„Ein tolles Turnier Wochenende in Hamm ist zu Ende. Es hat total viel Spaß gemacht. Nach einer tollen Quali Runde am Samstag (Platz 3) ging es heute ins Finale. Es war richtig spannend. Zum Glück konnte ich das 1.Match gegen Petra 6:4 für mich entscheiden. Danach ging es gegen Angela (Archers World) 6:2 für mich. Dann waren nur noch 4 Damen über. Jetzt ging es darum großes oder kleines Finale. Gegen Verena (Bogenfalken Bega) hab ich auch überraschend gewonnen. Unglaublich. Nach 28 Jahren steh ich zum ersten mal auf einem großen Turnier im Gold Finale. Da wartete dann Britta (Hamburg), Vorrunde 1., auf mich. Im ersten Satz waren wir uns einig 1:1 dann ging Britta in Führung. Ich konnte immer wieder ausgleichen. Bis es nach dem 4. Satz 5:5 stand. Also Stechen. Jeder 1 Pfeil in 20 Sekunden. Ich durfte anfangen. 9 von 10 möglichen. Britta schoss eine 7. Unglaublich ich hab das Sommer Tournament in Hamm gewonnen. Danke Jan UndPetra Heimbeck fürs Coaching.“

Annika und Coach Petra nach dem Finalsieg

Natürlich war Annika nicht die einzige Arolser Starterin. Auch die anderen konnten mit Ihrer Leistung überzeugen. Petra, Susanne und Jan erreichten nach der Qualifikationsrunde die Finals, Nina die Second Chance Runde. Petra verlor knapp mit 4:6 gegen Annika im 1/8 Finale. Auch Susanne musste in der Ersten Runde die Segel streichen. Jan gewann die erste Runde glatt mit 6:0 gegen Rolf Meier-Wellenbrock vom BC Hagen und revanchierte sich für das Match im letzten Jahr, dass Rolf noch gewinnen konnte. Im Viertelfinale ging es gegen den Vorrunden 2. Maik Szarszewski. Maik , der vor kurzem für Deutschland einen Quotenplatz für die Paralympics 2020 gewann, musste sich in dem Match richtig anstrengen. 2 Mal konnte Jan einen Rückstand wettmachen und so musste am Ende bei Stand von 5:5 der Stechpfeil entscheiden. Maik schaffte eine 9 während Jans Pfeil in der 7 landete. Damit kam Maik, der den Wettbewerb am Ende auch gewann weiter.

Nicht zu vergessen sind unsere neuen Mitglieder Matthias Torberg und Florian Kwiatkowski, die für den BSC Bottrop starteten. Beide verfehlten das Finale und durften im Second Chance Wettbewerb starten. Florian überraschte alle und holte sich hier auf 50 Meter den Sieg.

Britta und Annika

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Arolserin schlägt im Mixed Olympiazweite Lisa Unruh

Bogenschützin Annika Paul sorgt für Sensation

Berlin – Zusammen mit ihrem Dietzenbacher Partner Philipp Löhr hat Bogenschützin Annika Paul bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin im erstmals ausgerichteten Mixed-Recurve für eine Sensation gesorgt.

Das Team Hessen II warf in der ersten Runde die Olympiazweite im Einzel von Rio de Janeiro, Lisa Unruh, und deren Nationalkaderpartner Christoph Breitbach völlig überraschend aus dem Wettbewerb.

Annika Paul und Philipp Löhr

Paul und Löhr starteten dabei nervös und verloren standesgemäß den ersten Satz 31:38. Mit 38:37 ging der zweite Durchgang dann aber an sie. Danach wurden die großen Favoriten nervös und die beiden folgenden Sätze endeten mit 33:33 und 35:35 jeweils Remis. Das 4:4 nach Satzpunkten bedeutete, dass ein Stechen die Entscheidung bringen musste.

In dem begann Unruh begann mit einer 10, Paul mit einer 9. Die Pfeile von Löhr und Breitbach mussten entscheiden und die Sensation war greifbar. Breitbach schoss eine 9 und Löhr ein X 10. Es stand 19:19 und der beste Pfeil entschied das Match, was Löhrs X war. Die Freude bei Paul und Löhr über den Coup war natürlich riesig.

Das folgende Match gegen Südbaden verloren die Hessen aber. Paul und Löhr konnten einen 2:4-Rückstand nicht ausgleichen und ein 34:34 im vierten Satz ließ die Gegner jubeln, die sich später auch den Titel holten.

Bei den Titelkämpfen auf dem Maifeld die im Rahmen der Finals, einer DM mit über 2500 Sportler in 10 Sportarten,ausgeteragen wurden, hatte Paul in der Recurvebogen-Damenklasse Rang 17 belegt, wobei ihr nur vier Ringe zum Finaleinzug fehlten. Während sie über den gesamten Wettkampf ihr Niveau halten konnte, baute Vereinskollegin vom SV Arolsen Susanne Häntsch nach guten Start ab und landete auf dem 34. Platz.

„Es war toll mit Weltklasse-Schützen auf der Scheibe zu stehen und zu erleben wie Lisa Unruh mit 683 Ringen eine neuen deutschen Rekord aufstellte“, sagte Paul, während Häntsch gemeinsam mit Nationalmannschaft-Schützin Elena Richter aus Berlin auf eine Scheibe schoss.

Das Arolser Trio Häntsch, Paul und Nikolaiczek

Der für Arolsen startete Achim Nikolaiczek kam in der Masterklasse-Recurvebogen nicht wirklich zurecht und beendete das Turnier auf Rang 80. Simone Kunzel vom BSC Korbach kam in der Blankbogen-Damenklasse nach einer guten ersten Hälfte am Ende mit 443 Ringen auf den 17. Rang, nachdem sie in der 2. Hälfte nachließ. 

Arolser erfolgreich bei den European Master Games in Turin

Ankunft beim EMG

In den vergangenen 10 Tagen fanden im italienischen Turin die europäischen Masters Games statt. 7500 AthletInnen aus aller Welt, von Brasilien bis Neuseeland, im Alter von 30 bis 93 maßen sich in 30 unterschiedlichen Disziplinen. Aus Waldeck waren insgesamt vier Bogenschützen in das Piemont gereist, um sich mit mehr als 300 anderen BogenschützInnen, darunter knapp 40 deutschen, zu vergleichen. Neben Jan und Petra Heimbeck sowie Oliver Schwich vom heimischen SV 1919 Arolsen nahm auch der gebürtige Waldecker Rolf Wilhelmi für Luxemburg an den Bogen-Wettkämpfen teil.

Insgesamt konnten die BogenschützInnen ihre Wettkämpfe an fünf Tagen in der olympischen und Feld-Disziplin bestreiten. Jan Heimbeck nutze die Möglichkeit in beiden Disziplinen zu starten, wohingegen sich Petra Heimbeck und Oliver Schwich auf die olympische Disziplin fokussierten. Die Feldwettkämpfe wurden im Park des Castello di Rivoli vor den Toren Turins ausgetragen. Durch seine Erfahrung bei Landes- und Deutschen Meisterschaften und der Unterstützung durch Coach Petra Heimbeck gelang Jan Heimbeck eine starke Vorrunde, die er auf dem dritten Rang abschloss. In den Ausscheidungsrunden am zweiten Wettkampftag konnte sich der Arolser im ersten Match deutlich durchsetzen und in das Viertelfinale einziehen.

Jan Heimbeck und Joslyn De Grandis beim Feldbogen

Dort traf Heimbeck auf den Franzosen Antoine Massieye, der sich tags zuvor nur knapp hinter Heimbeck qualifiziert hatte. Es entwickelte sich zu einem spannenden und ausgeglichenen Match an dessen Ende sich der Schütze des SV Arolsen knapp mit 72 zu 73 Ringen geschlagen geben und mit Rang 5 begnügen musste. Die Enttäuschung über den verpassten Einzug ins Halbfinale war den Arolsern zunächst deutlich anzumerken, doch diese verflog durch den Zusammenhalt der deutschen Teilnehmer schnell und man unterstütze jene Athleten, die sich bis in die Finals durchsetzen und einige Medaillen gewinnen konnten.

Zudem blieb nicht viel Zeit für den Frust, da bereits am nächsten Tag das offizielle Training für die olympische Distanz anstand. Diese bot den SchützInnen die Möglichkeit sich mit dem Turnierplatz nahe des Turiner Olympiastadions anzufreunden. Das Besondere war, dass dieser Platz inmitten eines militärischen Sperrgeländes der italienischen Kavallerie lag. Am vierten Tag der Bogenwettkämpfe standen dann die Qualifikationsrunden und bereits erste Ausscheidungswettkämpfe auf dem Plan.

Dieses bedeutete auch die ersten Turnierpfeile für Petra Heimbeck und Oliver Schwich. Schwich gab in der Kategorie Recurve 30+ als jüngster Teilnehmer sein internationales Debüt, nachdem er von den Coaches Heimbeck zur Teilnahme motiviert worden war. Eine weitere Besonderheit der internationalen Masters Games ist, dass dort neben ambitionierten Hobby-Sportlern auch ehemalige und aktive Profis aus den verschiedenen Disziplinen teilnehmen, sodass sich die Möglichkeit ergibt gegen Kaderschützen oder ehemalige Olympioniken anzutreten. Für Schwich bedeutete dieses beispielweise, dass er in dem kleinen Startfeld von acht Schützen in seiner Altersklasse auf drei (ehemalige) Kaderschützen aus Italien, Frankreich und Island traf. Nach einer guten, leicht nervösen Qualifikation landete Schwich mit 542 Ringen auf Rang 5 mit nur drei Ringen Abstand auf Platz 4, was ihm eine gute Ausgangslage für die Ausscheidungsrunden am nächsten Tag bot.

Jan Heimbeck stellte sein Können, wie zuvor im Feld, unter Beweis und sicherte sich in dem mit 52 Schützen teilnehmerstärksten Feld der Klasse 50 + mit 620 Ringen Platz 6 und ein direktes Freilos für die erste Ausscheidungsrunde. Rolf Wilhelmi mit dem Blankbogen am Start qualifizierte sich auf Rang 43 und verlor sein erstes Match gegen den Brasilianer Fernandes mit 4:6.

Petra Heimbeck musste in ihrer Qualifikationsrunde stark kämpfen. Sie konnte sich am Ende auf Rang 19 im Mittelfeld ihrer Kategorie qualifizieren. Dieses bedeutete für sie das erste KO-Match am selben Abend,  wie im vergangenen Jahr bei den Masterklassen Weltmeisterschaften in Lausanne, gegen Simone Creutzburg, die ebenfalls aus Nordhessen, Treysa, stammt. In einem ausgeglichenen Match über die volle Distanz konnte sich Heimbeck dann auf ihre Nervenstärke verlassen, siegte mit 6:4 Satzpunkten und zog ins Achtelfinale am nächsten Tag ein.

Dort traf sie auf die auf Platz 3 qualifizierte Britin Cherry Lyne. Wieder zeigte die Arolserin, dass sie Finalmatches schießen und die Ruhe bewahren kann. Mit einem erneuten 6:4 besiegte sie die tags zuvor deutlich stärkere Britin und schaffte den Einzug ins Viertelfinale.

Dort traf sie auf die spätere Bronzemedaillengewinnerin Petra Nüssgens-Patz und musste sich ihr erneut in einem langen Match mit 4:6 geschlagen geben. In der Endabrechnung belegte Heimbeck eien hervorragenden  5. Rang. 

Petra Heimbeck traf im 16. Finale auf Simone Creutzburg vom SV Böddiger

 Für Jan Heimbeck begann der Tag nach dem Freilos mit einem glatten 6:0 Sieg gegen den aus der Türkei stammenden Ertgrul Arda. Im Achtelfinale traf der Arolser dann auf den Italiener Giorgio Botto. In einem abwechslungsreichen Match über fünf Sätze musste sich Heimbeck am Ende 4:6 geschlagen geben und die Medaillenträume aufgeben, während Botto später die Silbermedaille gewann.

 Für den Debütanten Schwich ging es bedingt durch das kleine Starterfeld direkt mit dem Viertelfinale los. Er traf dort auf den zuvor vierplatzierten Ashish Reddy Shenigaram aus Indien. Die fehlende Erfahrung auf dem internationalen Parkett und mit Finalmatches zeigten sich in der Nervosität des Deutschen, der nach vier Sätzen mit 1:7 Punkten aus dem Turnier ausschied. Shenigaram gewann am Ende die Bronzemedaille.

Oliver Shwich unterlag seinem indischen Kontrahenten Ashish Reddy Shenigaram

Die europäischen Masters Games waren ein sehr schönes Event in einer schönen Stadt. Auch wenn am Ende keine Medaillen ihren Weg nach Arolsen gefunden haben, wurden viele schöne Erinnerungen und Erfahrungen mitgenommen. Das nächste große Ziel des Arolser Trios sind in zwei Jahren die World Masters Games in Japan, bei denen bis zu 52.000 Sportler, beim grössten Sportevent der Welt, erwartet werden, und selbstverständlich die nächsten europäischen Masters Games in Tampere, Finnland 2023.